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| Eine Reise durch
die wunderbare Welt des Incense |
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Spalte #3 : Die Geschichte des Koh (2)
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Die Entwicklung zum Koh-Do
Im 14. Jahrhundert begannen die Menschen,
statt der bis dahin üblichen Nerikoh (vermischte
Incensekugeln) Incensehölzer zu verwenden.
Das wurde “Koh-awase” genannt, Vorläufer
zum späteren "Kumikoh", welches
verschiedene Arten des “Kohboku” (Incensehölzer)
verwendete und schließlich "Meikohawase"
hieß.
Während der Bürgerkriege in Japan verbreitete
sich “Koh-Do” unter den hochrangigen
Samuraikämpfern und den Aristokraten und
wurde schließlich ebenso beliebt wie die
Teezeremonie.
In der Azuchi Momoyamaperiode, der sogenannten
“Renaissance” in Japan (1568-1600),
vergnügten sich die oberen Schichten mit
kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen
wie der Teezeremonie, der Dichtung von Renga (aneinander
geliederte Verse) und dem Noh Theater. Koh-Do
nahm eine wichtige Rolle als eines dieser kulturellen
Phänomene jener Zeit ein.
Während es seine Form entwickelte, wurde
Koh-Do allmählich als eine der “Geido”-Künste
anerkannt. “Geido” ist eine hochentwickelte
Kunst, die nach bestimmten Regeln und Verhaltensweisen
ausgeübt wird. In dieser Hinsicht unterscheidet
sich Koh von den Parfums der westlichen Welt.
Von einem Parfum wird nichts weiter als ein angenehmer
Duft erwartet. Bei Koh ist das anders. Weit über
einen unschuldigen Zeitvertreib hinausgehend,
behauptete Koh-Do sich lange über die Samurai-
und Hofzeit hinaus. Als Intellektuelle, wie z.B.
Autoren, Künstler, vermögende Kaufleute
und Landbesitzer begannen, Koh zu praktizieren,
begann es, auch andere Kunstrichtungen zu beeinflussen:
die Kalligraphie, Literatur und Teezeremonie;
und so nahm Koh einen unschätzbaren Teil
der immateriellen und geistigen Werte jener Zeit
an.
Man sagt, dass Koh-Do gegen Ende des 16. Jahrhunderts
als eine Art Spiel galt. Zu den Gründern
des Koh-Do zählen Sanetaka Sanjonishi, ein
hochrangiger Hofadliger, Soushin Shino, ein Samurai,
der unter dem Shogun Yoshimasa Ashikaga das Jinkoh
erlernt hatte, und Intellektuelle wie Sogi und
Shohaku.
Später entwickelte sich Koh-Do in verschiedene
Richtungen, von denen sich zwei behaupteten: Oie-Ryu
und Shino-Ryu. Erstere war von Sanetaka Sanjonishi
gegründet worden und prägte die Verhaltensweisen
und Methoden der Ausübung; die Betonung liegt
auf der spielerischen Variante des Koh. Shino-Ryu
wiederum ist systemmatischer angelegt und betont
eher die Verhaltensweisen und Förmlichkeit.
Während Oie-Ryu das Koh als eine Art Spiel
betrachtet, das von den Hofadligen der Heian-Periode
entwickelt und weitergegeben wurde, betont Shino-Ryu
seine Abstammung von den Samurais und vermögenden
Kaufleuten.
Nach einem langen Weg durch die Geschichte existieren
beide Richtungen heutzutage als die führenden
Schulen des Koh-Do nebeneinander. |
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